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2001 - Frankreich (Italien, Schweiz)

Ende des Sommers 2001 kam der versprochenen Urlaub immer näher.

Es wurde ein Urlaub der quasi nicht zu toppen ist:

  • Teilnehmer: Sonny, Tommy, Ulli und meine Wenigkeit
  • Strecke: Hamburg - Narbonne - viele kleine Orte im Süden Frankreichs - Lörrach - Hamburg
  • Gesamtstrecke: so einige Kilometer, einige Berge und viel Reifenverschleiss
  • Spaßfaktor: Sehr groß
  • Wetter: sechs Tropfen Regen... nicht erwähnenswert, sonst sonnig bis frostig (auf den Pässen)
  • Übersicht

    Narbonne - Carcassonne

    Nach einer "entspannenden" Bahnfahrt von Hamburg nach Narbonne mit dem Autoreisezug (sehr zu empfehlen) gings los. Der sonnige Süden Frankreichs erwartete uns. Eine Prämisse war "Keine grossen Strassen". Mit dieser Übereinkunft wurden wir richtig glücklich. Sonny fuhr vorne weg - der Pathfinder -, Tommy blieb dran - der Connector -, Ulli und ich - die Roomfinder - fuhren hinten.

    Von Narbonne nach Carcassonne: In brütender Hitze wurde schon bald die sichere protektorengeschützte Jacke gegen eine Jeansjacke ausgetauscht. Der erste Stop: in einer Kurve mit super riechenden Säulenzypressen. (Ein Bach mit grünem Wasser war auch da - klingt nach einem Klischee)

    Das ibis-Hotel hatte einen grossen Vorteil, es war klimatisiert ;-) Nachteil war der ziemlich happige Preis von 74 EUR für ein Doppelzimmer.

    ibis Carcassonne-Berriac
    Rue Camille Flammarion
    11000 Carcassonne
    Tel. +33 468 47 66 00
    Fax +33 468 47 10 47
    email: H0607@accor-hotels.com

    In Carcassonne gibt es übrigens richtig etwas zu bestaunen: La Cite - Weltkulturerbe der UNESCO. La Cite ist der mittelalterliche Stadtkern von Carcassonne. Wer jetzt denkt, das ist langweilig, irrt gewaltig. Die Stadt lebt abends richtig auf. ;-)

    Gut essen kann man bei:

    Auberge des ducs d'doc
    6, place du Château
    La Cite
    11000 Carcassonne
    Tél. +33 468 47 91 90

    Als einen der letzten Eindrücke aus Carcassone möchte/n ich/wir euch allen die schöne Architektur ans Herz legen. Wasserspeier, Sandstein, Rosetten in allen Formen. Abends das brandende Leben in einer sehr entspannenden Atmosphäre. Kurzum der RICHTIGE Start in einen fantastischen Urlaub ;-)

    Carcassonne - Rodez

    Der erste Tag fing ja super an... am zweiten gings so weiter ;-) Carcassonne - Rodez stand an, oder sollte ich eher sagen es stand noch nicht fest wo es hin ging. So ganz grob hatten wir den Weg geplant, aber man weiss ja nie ;-)

    Es ging über wunderschöne kleine Gassen, Nebenstrecken und durch schnelle Kurven. Kleine verschlafene Orte links und rechts. Uhps, war das eine Stadt... muss wohl - zumindest war das grad' ein Ortsende-Schild ;-)

    Nein, um Vorurteilen wie "Biker sind Verkehrssünder" vorzubeugen: Wir sind zwar nicht immer so schnell gefahren, aber immer öfter ;-)

    Erste Eindrücke dieser schönen Landschaft zwischen den Midi-Pyrénées und der Auvergne findet Ihr rechts. Weite langgezogene Kurven zwischen sanften Hügeln. Wen juckt es da nicht in der Gashand?

    Der Duft von Zedern und Zypressen, klares Wasser in den Flüssen, ein Weitblick der seinesgleichen sucht. Wenn da nicht die hohen Temperaturen wären (so um die 28 bis 30 Grad), dann wäre es perfekt.

    Irgendwo auf der Strecke in einem kleinen Straßen-Café: Ein Café, eine Orangina und eine Zigarette, oder auch zwei (da Ulli ja nicht raucht, geht ein Kaugummi selbstverständlich auch). Eine kleine Pause - morgens, halb zehn in Deu... ähh Frankreich, Zeit für ein Knoppers.

    Wenn sich jemand wundert, wer denn der "entfernte" Mitfahrer ist... Tommy hat generell etwas dagegen, das er im Internet bildlich auftaucht... na da hab ich ihn halt "rausgeschnitten". Und warum grade "gelb"? Naja weil es am besten zu dem sonnigen Tagen in Frankreich passt ;-)

    Ca. 13 Kilometer weg von St. Crepin (bitte nicht auf der Karte suchen, es gibt alleine in Frankreich mindestens acht oder neun davon) in einem kleinen Wäldchen pause machen... das machen wir doch nur für euch,damit ihr auch mal die vollbepackten Motorräder bewundern könnt. Gut gepackt, gell?

    Im Ernst, wir haben alle wie wir da waren viel zu viele Dinge eingepackt, die wir später nie gebraucht haben.

    n Rodez angekommen ein Zimmer suchen... Ullis und mein Job: Hmmm woran liegt das nur? Mein Französisch ist doch grottenschlecht.

    Nach einem Besuch im

    Office du Tourisme
    Place Foch
    BP 511
    12000 Rodez
    Tel. +33 565 68 02 27
    email: offistourismerodez@wanadoo.fr

    gings ohne Umwege ins Hotel

    Le Midi
    1 rue Béteille
    12000 RODEZ
    Tél.: +33 565 68 68 18

    Klein, gemütlich und mit einem unvergleichlichen Blick. Aus dem Fenster gelehnt, Knips, und schon ist diese fantastische Kathedrale in Bits und Bytes geprägt. Das Ding heisst übrigens wie so viele "Notre Dame" und liegt am Place d'Armes.

    Rodez - Alés

    Ausgeschlafen und nach einem guten "Petite Dejeuner"gehts weiter in Gard und Vaucluse. Der kleine Ritt geht weiter nach Alès.

    Durch das Tal in dem der Var fliesst. Eigentlich bin ich ja nicht auf den Mund gefallen, aber bei diesem Blick... was soll ich da noch sagen?

    Geniesst die Tage im Zentralmassiv und dem Languedoc-Roussilion. Bei Génolhac kann man übrigens eine kleine Pause einlegen und einen oder zwei Kaffee in diesem kleinen Ort schlürfen.

    Schick, gell?

    Der kleine Fluss ist, wenn ich mich richtig entsinne die Var. Ist schon erstaunlich, wie so ein kleiner Fluss so ein grosses Tal in die Landschaft schnibbeln kann.

    So ging die Fahrt durch den Parc national des Cévennes, Beschaulich, ruhig und mit genügend eingestreuten Kurven.

    Eine Anmerkung zu den Kurven noch: Französiche Kurven scheinen aus einer Mischung aus Teer und Klebe gemacht zu sein. Fragt mal Sonny, wieviel "Angststreifen" am Ende des Urlaubs noch am Hinterreifen war... ich glaube die Antwort wird ein süffisantes und unendlich zufriedenes Lächeln sein.
    Auch hier war es wieder ein Job für die unnachahmlichen "Roomfinder".

    Im Hotel Orly **
    10 rue d'Avéjan
    30100 ALES
    Tel. +33 466 91 30 00
    Fax: +33 466 91 30 30

    fanden wir und die Moppeds ein ruhiges Plätzchen für die Nacht. Das Frühstück war ein wenig spärlich, dafür gabs Kaffee satt ;-) Das macht müde Biker wach!

    Alés - Vallon Pont d'Arc

    Nach einem guten, aber sparsamen Frühstück in einer wunderschönenen Stadt gings los. Ziel: Der aus 1999 noch bekannte Campingplatz "Camping l'Ardeois". Aber das ist etwas vorgegriffen. Alés ist auf jedenFall einen Besuch wert. Das Essen in der Pizzeria nebenan war zwar nicht so richtig lecker aber der Armagnac in einem kleinen Cafe in der Nähe war unbeschreiblich gut. 25 Grad, die Strassen beleuchte mit Natriumdampflampen - gelbrotes Licht überall - und dann werden die Strassen auch noch mit so einem Wassersprühenden Ungetüm gereinigt. Es fehlte nur noch die gute Zigarre um den Abend perfekt zu machen.

    Wie gesagt, nach dem Frühstück die Motorräder beladen. Alles ferig zum Take-off und dann lernten wir wie Franzosen ein Auto behandeln. Ein Paar das mit uns auch einen Nacht in Alés verbrachte parkte aus der Garage im Hinterhof aus. Ums es kurz zu machen er rammt mit dem Autochen rechts die Wand und zerknautscht sich die Seite des kleinen Peugeot... und steigt nicht mal aus um den Schaden zu begucken.

    Immer noch kopfschütteln stiegen wir auf unserer Zweiräder und begaben uns mit einem grossen Fragezeichen, anbetracht der Gelasseenheit der Franzosen weiter nach Norden. Ankommen war diesmal (wie sonst auch immer) kein Thema: Wir hatten Zeit, unendlich viel Zeit. Denn abends wollten wir eine zwei bis drei Tage lange Pause machen ;-)

    Kaum waren wir losgefahren, sind auch schon die ersten Ausläufer der Ardeche zu ekennen. Am L'Altier bei Pradelles (21, 22) ein kleiner Staudamm der zur Energieerzeugung verwendet wird. Schon recht grünes Wasser... doch schaut an einem der kommenden Tage mal auf ein Türkis-grünes Wasser.

    Die Ardeche... es erwarten uns enge Kurve, Tunnel mit schlechten Lichtverhältnissen, Belgier, die um Kurven schleichen (die werdet ihr später noch besser kennenlernen), wunderbarer Wein, ein leckeres Essen und ein Hippie-Festival in Vallon Pont d'Arc.

    Ardeche

    Eigentlich keine eigene Etappe, aber es lohnt sich einen kurzen Stopp in der Ardeche zu machen.

    Ein Stopp lohnt sich zum einen um einige Tage ruhig zu entspannen und den Sportsgeist zu erwecken... Schwimmen in der Ardeche. Ein sanft fliessender, nicht zu kalter Fluss. Es schwimmen einem immer die Forellen um die Beine... ein komisches Gefühl.

    Sonne pur zum Bräunen wird frei Haus geliefert. Auch wenn ich bei dem Bild oben etwas nachgeholfen habe. Wir hatten null Regen und immer super tolle Temperaturen. Es war nicht zu heiss wie in Carcassonne und nicht so kalt wie auf dem kleinen St. Bernhard (dazu später mehr).

    Eine kleine entspannte Tour durch das Tal der Ardeche... es dauerte einige Stunden, bis das breite, zufriedenen Lachen aus Sönke's Gesicht verschwand. Na ja... wir alle hatten eine Menge Spass. Noch mehr Spass wird die Rundtour durch den Georges du Verdon (in zwei Tagen zu sehen).

    Eine kleine Geschichte die das Leben schrieb: Ich bin ja ein Mensch der gerne isst. Essen ist aber auch wichtig! Sonst wird man ja immer weniger und kann irgendwann das Mopped nicht mehr bedienen ;-) Aber das nur am Rande. Was ich erzählen will ist die herzliche Art mit der wir vier auf unserem Kanuausflug überrascht wurden. Eine Horde norddeutscher älterer Damen und Herren machte wie wir Pause und genossen den Blick auf den Pont, den natürlichen Torbogen über die Ardeche. Nachdem Tommys Boot von einem fiesen, schwarzen, dicken Frosch geentert wurde und durch den darauf folgenden "Kampf" umkippte war dieser Stopp auch gut geeignet die Wunden zu lecken...

    Was passt da besser als ein Brot mit Camembert, kaltes Hähnchen, Oliven und frisches Obst? Richtig, es passt super! Wie kommt man an so leckere Dinge ran, wenn man sie nicht eingepackt hat? Das ist ganz einfach, setzt mich einfach in der Nähe aus, ich ziehe die Lebensmittel quasi an. Oder um es kurz zu beschreiben: Ein Bus voller deutscher Rentner aus Nordeutschland hält an, um mich ausgehungerten Menschen zu besichtigen... und schon fangen sie alle an mich zu füttern ;-) Die netten Nordeutschen teilten alles mit uns, so dass wir nach einer Stunde mit vollem Bauch die Paddel-Tour fortsetzen konnten.



    Nach zwei Tagen des Faulenzens ging es dann entspannt weiter.

    Ach natürlich noch die Info zur super Unterkunft:

    Camping L'Ardechois
    L'Ardéchois Camping - Caravaning
    07150 VALLON PONT D'ARC
    Tél: 04.75.88.06.63
    Fax: 04.75.37.14.97
    Email: info@ardechois-camping.com

    Es lohnt sich so ein "mobile home" wie wir es hatten zu mieten. Mit fünfen kann man dort grade noch wohnen. Ganz billig ist es allerdings nicht.

    Vallon Pont d'Arc - Manosque

    So... wieder auf der Bahn! Nach dem faul in der Sonne liegen, Kanu fahren und Waschen von Klamotten (sollte ab und zu gemacht werden, sonst kriegt ihr nirgendwo eine Unterkunft) gings weiter. Richtung Süden ist das Ziel.

    Einen Stopp soltet Ihr unbedingt einlegen bei 32 (Vaison-la-Romaine) eine kleine schön gelegene Stadt mit einem Markplatz in römischen Stil... man könnte fast noch Cäsar reden hören und irgendetwas fluchen über ein kleines gallisches Dorf... na wer kennts noch?

    Ein paar Impressionen:

    Leckers Essen gibt es hier:

    Das Folgende sieht später anders aus.

    Bonne nuit

    Morgens beim Start (Damals noch mit der XJ

    Ich lasse einfach mal die Bilder für sich selber sprechen. Der Start in der Ardeche war schon schön, doch nahezu atemberaubend (und auch kalt) wurde es auf dem Mont Ventoux. Ein wunderschöner Anstieg mit breiten Strassen und super gutem Asphalt. Die Reifen krallen sich in die Kurven und bringen dich sicher zum Gipfel. Ein schwarzer Kaffee und was leckeres zu essen gibts im Chalet Liotard.

    Angekommen in Manosque war es wieder Ullis und meine Aufgabe ein kleines Hotel mit Garage zu suchen... Sönke und Tommy zogen sich bei solchen Momenten immer gerne in ein Café zurück und genossen die Pause. Na... sie haben ja auch Schwerarbeit mit Pfadfinden und Anschluss halten zu verrichten ;-)

    Das OFFICE DE TOURISME - place du Dr Joubert - 04100 MANOSQUE - TeI. 04 92 72 16 00 - Fax. 04 92 72 58 98 ist wirklich einfach zu finden. Das Hotel ist super gelegen... zwischen allen Restaurants die offen hatten (drei). Ihr findet es einfach wenn Ihr die Ortsmitte sucht... da ist ein kleiner Platz:

    21 place du Terreau
    04100 Manosque
    Tél: 0492721550

    Viel Spass in Manosque!

    Manosque - Aups

    Von Manosque gestartet nach einem recht übersichtlichen Frühstück gings weiter in den Grand Canon du Verdon. Eine der schönsten Strecken die mann/frau auf dem Motorrad zurücklegen kann. Noch sehr gut bekannt aus dem zurückliegendem Urlaub. Bei der Tour durch den Canon solltet ihr eines nicht auslassen - Die Route des Cretes. Sie beginnt und endet in La Palud-sur-Verdon (45). Sie führt an den steilen Nordhängen des Verdon vorbei und gibt faszinierende Einblicke auf das Land.
    Der Einstieg am Lac St. Croix war einfach zu finden und los gehts!

    Hier findet ihr das türquis-blaue-grüne Wasser das ich vor ein paar Tagen erwähnt habe. Der Lac Staint Croix ist besiedelt von irgendwelchen Algen (welche hab ich vergessen, steht aber auf einem kleinen Schild am Staudamm.

    In Richtung Aups liegen so einige Kurven und viel Spass hinter uns. Der gesamte Canon und viele Kilometer kleinster Landstrassen. Besonders spannend war das Stück rauf nach Moustiers-Ste.-Marie (43-44) einer kleinen Stadt, die sich ganz der Fayence widmet.

    Als wir ankamen fanden Ulli und ich schnell ein Zimmer. Die

    Auberge de la Tour
    Rue Abbé Aloisi
    83630 Aups
    Tel: 04 94 70 00 30.

    Wer ein anderes Hotel sucht, dem hilft die Tourist Information

    Aups Tourist Office
    Place Frédéric Mistral
    83630 Aups
    Tel: 04 94 70 00 80 gerne weiter.

    Ach und was ich noch sagen wollte: Motorradfahrer sind beileibe keine Kulturbanausen. In dem Hotel haben wir quasi mit der Kunst gelebt, gegessen und geschlafen. A propos Essen: Die Nachspeise von Tommy war echt ein Photo wert... sie hat übrigens auch so lecker geschmeckt.

    Aups - Le Val d'Esquières

    Richtung Mittelmeer! Schon am Morgen in Aups konnten wir das Meer riechen :-) Wir hatten viel Spass auf der nun noch kurzen Tour an das Mittelmehr. Ziel war urprünglich Les Issambres, ein kleiner Campingplatz. Leider war er voll ausgebucht und so mussten wir weitersuchen. Ulli und ich wurden in einem kleinen Hotel mit einem zersteuten Hotelier fündig. Rechnen gehörte nicht zu seinen Stärken. Ich greife schon wieder vor.

    Nach einer lustigen Fahrt durch die Provence, abgeerntete Lavendelfelder mit einem unglaublichen Duft und Sonne pur vom stahlend blauen Himmel ist ein kleiner Imbiss in einem Standcafe in Frejus das richtige.

    Wenn da nicht die Belgier wären... die Belgier schafften es uns erfolgreich daran zu hindern beim Fahren über den dritten Gang hinauszukommen. Sie "stehen" quasi mitten auf der Strasse und wenn sich ein Motorrad von hinten nähert springen die Autos genau in die Ideallinie. Wenn sie sich erfolgreich in der Ideallinie plaziert haben, gehen die Köpfe aller Insassen geleitet vom Fahrer: "guck mal das ist das Meer" nach rechts... nach der nächsten kleinen Kuppe... das gleiche Spiel. Es wiederholt sich so lange, bis die nachfolgenden, schwitzenden Motorradfahrer in unübersichtlichen Situationen überholen, die Grasnarbe voll ausnutzend um diesem traurigen Schauspiel zu entfliehen. Die Todesverachtung im Gesicht fährt man auf den nächsten Belgier auf.

    Wir haben in dem Hotel:

    La Villa
    122 Avenue Croiseur Léger Le Malin
    Les Val d'Esquières
    83120 Sainte-Maxime
    Tel: 04 94 49 40 90
    Fax: 04 94 49 40 85

    gewohnt. In der Nähe gab es ein kleines Restaurant mit eigenartigen Nebenwirkungen. Es verursacht verträumte Blicke bei den männlichen Gästen (siehe unten)

    und es hat so leckere Menüs (Plat du Jour) dass ich nicht wiederstehen konnte... allerdings musste ich am dritten Tag passen - es war einfach zu viel. Eine drei-köpfige Familie hätte gut eine Woche davon leben können.

    Der Nachtisch - ein Coup Colonel - ist die Wucht. Limoneneis und viel Vodka.

    Infos zu Unterkünften bekommt Ihr beim Tourist Office:
    RN 98 - La Pinède
    83380 Les Issambres
    Tel: 04 94 96 92 51
    Fax: 04 94 49 66 55

    Le Val d'Esquières - Monacco und zurück

    Richtung Monacco... morgens aufstehen und schnell auf das Motorrad.

    Los gehts... doch nach wenigen Kilometern stehen wir im Stau. Es macht sich Frust und schlechte Laune breit. Die Belgier scheinen sich alle in dieser Ecke Frankreichs versammelt zu haben. Wenn etwas weniger los ist, wäre die Fahrt auf der La Corsaire, der Küstenstrasse sicher sehr schön.

    Nun ja, wir schlugen uns bis zur Stadtgrenze durch und dann zurück auf die Autobahn.

    Nachdem wir wieder von der Autobahn runter waren (nördlich von Nizza) bekam Sonny einen neuen Spitznamen. Den "Stau-Sucher" - er liess wirklich keinen aus.Gut, es war Saison, es waren leider viele Waldbrände und noch mehr Belgier unterwegs... aber ist das eine Enschuldigung?

    Richtig schön wurde es wieder, als wir durch Grasse (die Stadt des Parfüms) durch waren und die Ausläufer des Estrel-Gebirges vor uns lagen.

    Zurück im Hotel gabs dann abends ein leckeres Essen... ratet mal wo?

    Le Val d'Esquières - Castellane

    So langsam machten wir uns auf den Rückweg. Die Alpen riefen ganz laut nach unseren Moppeds... und wer sollte die dahin bringen? Wir natürlich!

    Die ersten Cols - hier der Col de Valferrière - zeigen sich in der Landschaft. In Mons (unten) ein verträumter Blick zurück über 180° Südfranzösische Mittelmeerküste (Grosses Bild auf Klick)

    In Castellane war die Aufgabe wieder bei Ulli und mir. Hotel du Roc war unsere Beute (ein klasse Hotel!)

    Castellane - Barcelonette

    Alpen soweit man guckt... naja hier grad nicht. Da gehts in den Berg rein. Es beginnt ein schöner Tag. Wir kommen aus Richtung Grenoble, Digne und können uns entscheiden: Hierbleiben - Chef anrufen: "Ich komme nicht zurück" oder in den Berg hinein. Bald danach kommt dann die schönste Landschaft Frankreichs... Rote Felsen mit Einbahnstrassen in den Fels geschnitten. Der Georges des Cians

    Tja und was macht man, wenn eine kleine Pause langweilig wird? Weiterfahren? Weitgefahlt: Wir klettern dann halt etwas.

    Das ist übrigens ziemlich stressig in den Klamotten. Man kommt leicht ins Schwitzen.

    Wir entschieden uns dieses Jahr natürlich wieder für den Col de la Bonette. Die beiden anderen heben wir uns für 2002 auf. Soweit ist es schon sicher - Wir kommen wieder.

    Barcelonette: Übernachten ist einfach. Es gibt viele feine Hotels. Wir sind natürlich wie 1999 wieder im

    "Grand Hotel"
    6,Place Manuel
    04400 Barcelonnette

    abgestiegen.

    Barcelonette - Seez

    Tja, nun sind wir schon mehr als 14 Tage unterwegs und die Tour neigt sich langsam dem Ende zu. Wehmütig ein Blick zurück durch den Aussenspiegel. Vor uns liegen die schönen Strecken in den französischen Seealpen. In Barcelonette beim Grand Hotel gestartet geht es durch viele bekannte Skiorte Frankreichs.

    Jausiers, Sestriere, ein Schwung nach Italien (Bardoneccia) und wieder zurück nach Frankreich nach Val d'Isere... wäre schon Winter könnte man überall den Jager-Tee riechen (und nach einem Glas nicht mehr fahren).

    Pässe Pässe und nochmal Pässe... so sollte Urlaub immer sein. Das Versprechen, das wir das nächste Jahr wiederkommen gilt.

    Nach einem richtig teueren Cafè Noir in Val d'Isere geht es weiter bis nach Seez in das Hotel Malgovert (Rue Célestin Freppaz, 73700 Seez, Tel.:+33-479410041). Das Hotel liegt klasse direkt an der Strasse, die auf den kleinen St. Bernhard führt. Das Abendessen war super! (Leider wird heute die Gastwirschaft nicht mehr betrieben) Die Leute sind super freundlich - die Garage gehört den Moppeds... und das umsonst!

    Weitere Adressen findet Ihr im Touristoffice von Bourg Saint Maurice.

    Seez - Saint Maurice (CH)

    In Seez nach einem ausgiebigen Frühstück gestartet werden wir heute einige Grenzen queren (F-I, I-F, F-CH) Grosser und kleiner St. Bernhard, Aosta (bekommt nächstes Jahr noch eine traurige Bedeutung).

    Wir können uns richtig Zeit lassen und die wunderschöne Landschaft der Alpen geniessen.

    Kleiner Sankt Bernhard - Grosser Sankt Bernhard und ungezählte kleine Pässe machen die Alpen zu einem Erlebnis, dass der Entschluss gefasst wird diese Gegend im nächsten Jahr noch besser zu erkunden.

    Tagesschluss in einem kleinen Motel in St. Maurice im Wallis. Leckerer Wein aus dem Wallis, ein Fondue Chinoise der besten Art und kleine Zimmer mit Fernsehen und einer kleinen Küche. Perfekt!

    Motel Inter-Alps
    Rte Cantonale/Bois Noir
    1890 St-Maurice
    Tel. & Fax 024 485 37 47

    Grosser Sankt Bernhard bei Schnee macht echt Spass!

    Saint Maurice - Brügg bei Biel

    Nach einem Klasse Frühstück (Eier mittelweich, das erste Mal wieder Schwarzbrot) der Start in Saint Maurice Ziel unbekannt. Wir haben Zeit und es geht zunächst Richtung Lac de la Gryuere. Eine ausgiebige Pause etwas später in Fribourg. Eine Stadt mit einem alten Kern, der eine Herausforderung ist für Motorradfahrer.

    So langsam wird es Nachmittag und Die Suche nach einem _bezahlbarem_ Hotel in der Schweiz gestaltet sich schwieriger als bisher. Das Tourismus-Office in Biel ist aber hilfreich:

    Ein Abstecher nach Fribourg mit der beeindruckenden Kathedrale.

    Brügg - eine Stadt ebenfalls mit Geschichte: Brügg liegt am südöstlichen Stadtrand von Biel. Der Nidau-Büren-Kanal bildet eine natürliche Grenze zu den südlichen Nachbargemeinden. Sowohl heute, als auch in der Vergangenheit waren "Brücken" dominante Bauwerke, die den Namen Brügg begründeten. 5 Brücken verbinden Brügg mit angrenzenden Gemeinden.

    Das Hotel Jura (Orpundstrasse 1, Telefon: 032 374 41 50
    Fax: 032 374 41 54), ein kleines (etwas biederes) Hotel hat einen grossen Vorteil. Bedingt durch das Meldegesetz hat es natürlich auch die Heimatadressen der Übernachtenden. Sonny hatte seine Uhr vergessen. Es dauerte nicht lange und sie trudelte portofrei zu Hause ein. Dafür gibt es ein DICKES Lob!

    Etwas war noch bemerkenswert. Es war der 9.11.2001 an dem wir abends im Hotel die Nachrichten anschalteten. Es war unfassbar was wir sahen - die einstürzenden Türme in New York. Die Stimmung ist nachhaltig gedrückt und das gesehene bleibt noch lange in den Köpfen.

    Brügg bei Biel - Lörrach

    Start Brügg - immer noch benommen von den schrecklichen Bilden des Vorabends - nach einem kurzen Frühstück.

    Ziel: Autoreisezug in Lörrach.

    Eine gemütliche Fahrt durch das Jura. Allerorten die Bilder des gestrigen Tages und der Nacht. Kurzum ein trauriger Abschluss eines wunderschönen Urlaubs.

    Doch eines ist sicher: Wir kommen wieder!

    Zwei Dinge kann man nicht Empfehlen: Das Mitropa Essen in den Autoreisezügen (grausam und teuer) und zum zweiten den Kaffee am Morgen im Reisezug. Also: Vorsorgen und Kaffeepulver mitnehmen. Nun müsst Ihr nur noch die Angestellten überzeugen euch ausreichend heißes Wasser zu schenken.

    À Bientôt

    Joachim Röhrig  •  Theodor Haubach Straße 3  •  22880 Wedel